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Eine extreme Vision des modernen passiven Equalizings

Ein passiver Equalizer besticht durch seine Musikalität: natürliche Kurven, ein Gefühl von Tiefe und oft ein "organischeres" Klangbild als rein aktive Ansätze. Der Passeq geht diese Philosophie noch weiter, dank einer außergewöhnlichen Filterdichte, die komplexe Kurven ermöglicht und gleichzeitig Phasenkohärenz und eine sehr flüssige wahrgenommene Antwort bewahrt. Während viele passive Equalizer auf wenige sorgfältig ausgewählte Bänder setzen, bietet der Passeq eine massive Architektur: 144 passive Filter, die zusammenarbeiten, um die Gestaltungsmöglichkeiten zu erweitern, ohne das Kontinuitätsgefühl zu opfern.

Ein weiterer starker Ansatz: die Unabhängigkeit der Konstruktion zwischen den Filtern. In der Praxis bedeutet das, dass jede Sektion mit eigenen Bauteilentscheidungen auf optimale Leistung ausgelegt ist, statt einer wiederholten "standardisierten" Herangehensweise. Diese aufwändigere und komplexere Methode verfolgt ein klares Ziel: einen passiven Equalizer zu bieten, der sowohl subtil (Feinabstimmungen) als auch ambitioniert (ausgefeiltere Kurven) sein kann und dabei sauber und stabil bei anspruchsvollen Quellen bleibt.

Für welche Anwendungen und Nutzerprofile?

Der Passeq richtet sich an diejenigen, die die klangliche Signatur eines passiven Equalizers in Kontexten nutzen möchten, in denen Konvertierungsqualität, Dynamik und Einstellpräzision wirklich zählen: hochwertige Aufnahme, detailliertes Mixing, Stereo-Busse und Feinarbeit. Sein natürliches Einsatzgebiet sind Quellen, bei denen Präsenz ohne Aggressivität, Luftigkeit ohne Härte und ein stabiler Mittelton gefragt sind, der beim "Sculpting" nicht zusammenbricht.

Dank seiner speziell für den kritischen Mitteltonbereich entwickelten Spulen ist er besonders relevant für Gesang (Verständlichkeit, Dichte, Projektion), aber auch für Gitarren, Klaviere, Overheads, Streicher und alles, was im Bereich der höchsten Hörsensibilität liegt. Im Mastering oder Pre-Mastering kann er zudem dazu dienen, das tonale Gleichgewicht zu verfeinern, ohne den Eindruck einer erzwungenen Bearbeitung zu vermitteln - vorausgesetzt, man nutzt die typische Methode passiver Equalizer: hören, dosieren und die Kurve arbeiten lassen.

Funktionen, Design und technische Entscheidungen

144 passive Filter: kontrollierte Komplexität, reichhaltigere Kurven

Das Herzstück des Passeq sind seine 72 Filter pro Kanal. Diese Dichte ermöglicht nuanciertere Frequenzgänge als ein traditioneller passiver Equalizer, während die Logik einer musikalischen Equalisierung erhalten bleibt. Ziel ist nicht, die Optionen zu vervielfachen und die Bedienung zu erschweren, sondern präzisere und "fertigere" Kurvenkonturen zu ermöglichen, insbesondere wenn mehrere Frequenzbereiche angepasst werden müssen, ohne die Gesamt-Kohärenz zu zerstören.

Dedizierte Spulen und einzigartige Kerne: Stabilität und Gleichtaktunterdrückung

Jeder Filter verfügt über eine eigene Spule mit einzigartigem Kern. Diese Wahl zielt insbesondere auf eine bessere Gleichtaktunterdrückung ab und trägt zum Gefühl von Sauberkeit und Stabilität bei, selbst wenn mehrere Korrekturen kumuliert werden. Die speziell für den Mitteltonbereich entwickelten Spulen für Stimmenfrequenzen zeigen eine klare Absicht: den empfindlichsten Bereich des Spektrums abzusichern, in dem ein Equalizer schnell aggressiv, nasal oder künstlich klingen kann, wenn das Design nicht tadellos ist.

120-Volt-Versorgung und SUPRA-OP-Stufen: Dynamik erhalten

Der Passeq verwendet Verstärker mit 120 Volt Versorgung, basierend auf proprietären Operationsverstärkern SUPRA-OP. Mit einem Dynamikumfang von 150 dB und einer Slew-Rate von 200 Volt/s ist das Ziel, die Wirkung der Transienten und die Detailauflösung zu bewahren, auch wenn die Equalisierung stärker ausfällt. Im modernen Workflow trägt dies dazu bei, das Gefühl von Kompression zu minimieren und die "Offenheit" des Signals zu erhalten, besonders auf Stereo-Bussen oder sehr dynamischen Quellen.

High-End-Audiosignalweg: Transformatoren, Anschlüsse und Steuerung

Die Lundahl-Transformatoren an Ein- und Ausgang verankern das Gerät in einer Studiotradition, die sowohl ein stabiles Verhalten als auch eine einfache Integration mit anderem Equipment sucht. Die XLR Switchcraft-Anschlüsse sowie die Steuerungselemente von Elma und ALPS unterstreichen die "Studio-Werkzeug"-Ausrichtung: präzise Handhabung, Langzeitzuverlässigkeit und ein stimmiges Einstellgefühl im Alltag.

Schließlich sorgt das überdimensionierte interne lineare Ringkernnetzteil mit Spannungsquellwahl für eine solide elektrische Basis. Dies ist ein oft unterschätzter, aber wesentlicher Punkt bei High-End-Equalizern: niedrige Grundrauschpegel, ausreichende Stromreserven und konstantes Verhalten von Session zu Session.

Technische Daten

Anzahl Kanäle2
Höheneinheit4
Dynamikumfang150 dB
Slew-Rate200 Volt/s
Spannungsquellwahl110-120 Volt; 60 Hz oder 220-240 Volt; 50 Hz

Häufig gestellte Fragen

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