Lemoine Murail - La Vallée Close Po+Pies - Mezzo-Soprano Clarinette Violon Alto Et Violoncelle
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Zusammenfassung dieser Partitur
Diese Partitur nimmt als Ausgangspunkt eine ebenso intime wie raum-zeitliche Triangulation: Petrarca, Liszt, Fontaine-de-Vaucluse. Tristan Murail verbindet diese drei Pole mit der Sensibilität eines Autors und Klangarchitekten, gestützt auf die emotionale Kraft der Gedichte des Canzoniere und auf die musikalische Verwandtschaft, die aus der Ferne die Erfindungskraft Liszts und die romantische Intensität Petrarcas vereint.
Das Textmaterial stammt aus drei Sonetten, die Liszt für seine berühmten Stücke der "Années de pèlerinage" ausgewählt hat: Nr. 47 Benedetto sia 'l giorno..., Nr. 104 Pace non trovo... und Nr. 123 I' vidi in terra.... Hier werden die Auszüge nicht einfach nebeneinandergestellt: sie antworten einander und kreuzen sich, bis sie sich vermischen, um einen kontinuierlichen expressiven Verlauf zu schaffen. Einige Strophen werden bewusst ausgelassen, und die Originaltexte sind im Anhang angegeben, um die Montageentscheidungen nachvollziehbar zu machen.
Der Text ist in alttoskanischem Italienisch, das sich leicht vom modernen Italienisch unterscheidet, und basiert auf elf-silbigen Versen, deren Gleichgewicht von den Betonungen abhängt. Diese Besonderheit hat direkte Auswirkungen auf Prosodie und Rhythmus, insbesondere wenn zwei Vokale zwischen zwei Wörtern aufeinandertreffen und eine einzige Diktions-Einheit bilden. Murail gibt an, sich bemüht zu haben, diese Mechanismen in der vokalen Schreibweise zu berücksichtigen, um eine Linie zu schaffen, die sowohl dem Wort als auch der intrinsischen Musikalität der Sprache dient.
Die Partitur sucht keine Zitate: Es gibt keine explizite musikalische Referenz auf Liszts Seiten, mit Ausnahme einer rhythmischen Geste, die den Streichern in den Abschnitten zu Pace non trovo anvertraut ist und die die einleitende Impulsivität des 104. Sonetts bei Liszt evoziert. Das Ergebnis fügt sich in eine Ästhetik ein, in der Klangfarbe, harmonische Spannung und die Dramatik des Textes ein Werk schaffen, das sowohl anspruchsvoll als auch tief evocativ ist.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | ||
| Komponist | Tristan Murail | Sprache | Italienisch (alttoskanisch) |
Häufig gestellte Fragen
Wie ist die Besetzung von La Vallée Close Po+Pies von Tristan Murail?
Die Partitur ist für Mezzosopran, Klarinette, Violine, Bratsche und Violoncello geschrieben.
Welcher Text wird in diesem Werk von Tristan Murail gesungen?
Der Gesangspart verwendet Auszüge aus drei Sonetten des Canzoniere von Petrarca: Nr. 47, 104 und 123. Der Text ist in alttoskanischer Sprache, mit einer Prosodie, die sich an die Betonungen und die elf- oder elfsilbigen Verse hält.
Zitiert La Vallée Close Po+Pies die Sonette von Liszt?
Es sind keine expliziten musikalischen Zitate von Liszts Seiten angegeben. Eine rhythmische Geste, die den Streichern in den Abschnitten zu Pace non trovo anvertraut ist, kann die einleitende Impulsgebung des 104. Sonetts von Liszt nahelegen.
Sind die Texte von Petrarca vollständig in der Partitur dargestellt?
Bestimmte Passagen der drei Sonette werden bewusst weggelassen, um einen durchgehenden expressiven Verlauf zu schaffen. Die Originaltexte sind im Anhang aufgeführt, um die Montageentscheidungen zu erläutern.
Welchen musikalischen Stil hat diese Partitur für Mezzosopran und Ensemble?
Dieses Werk wird dem klassischen Genre zugeordnet und entwickelt seine Dramaturgie aus Klangfarbe, harmonischer Spannung und dem Text von Petrarca.
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