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Murail - La Vallée Close Po+Pies - Mezzo-Soprano Clarinette Violon Alto Et Violoncelle

Murail - La Vallée Close Po+Pies - Mezzo-Soprano Clarinette Violon Alto Et Violoncelle

Regulärer Preis 66,00 €MwSt. inkl.
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Verkaufspreis
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Regulärer Preis Referenzpreis

Zusammenfassung dieser Partitur

Diese Partitur nimmt als Ausgangspunkt eine ebenso intime wie raum-zeitliche Triangulation: Petrarca, Liszt, Fontaine-de-Vaucluse. Tristan Murail verbindet diese drei Pole mit der Sensibilität eines Autors und Klangarchitekten, gestützt auf die emotionale Kraft der Gedichte des Canzoniere und auf die musikalische Verwandtschaft, die aus der Ferne die Erfindungskraft Liszts und die romantische Intensität Petrarcas vereint.

Das Textmaterial stammt aus drei Sonetten, die Liszt für seine berühmten Stücke der "Années de pèlerinage" ausgewählt hat: Nr. 47 Benedetto sia 'l giorno..., Nr. 104 Pace non trovo... und Nr. 123 I' vidi in terra.... Hier werden die Auszüge nicht einfach nebeneinandergestellt: sie antworten einander und kreuzen sich, bis sie sich vermischen, um einen kontinuierlichen expressiven Verlauf zu schaffen. Einige Strophen werden bewusst ausgelassen, und die Originaltexte sind im Anhang angegeben, um die Montageentscheidungen nachvollziehbar zu machen.

Der Text ist in alttoskanischem Italienisch, das sich leicht vom modernen Italienisch unterscheidet, und basiert auf elf-silbigen Versen, deren Gleichgewicht von den Betonungen abhängt. Diese Besonderheit hat direkte Auswirkungen auf Prosodie und Rhythmus, insbesondere wenn zwei Vokale zwischen zwei Wörtern aufeinandertreffen und eine einzige Diktions-Einheit bilden. Murail gibt an, sich bemüht zu haben, diese Mechanismen in der vokalen Schreibweise zu berücksichtigen, um eine Linie zu schaffen, die sowohl dem Wort als auch der intrinsischen Musikalität der Sprache dient.

Die Partitur sucht keine Zitate: Es gibt keine explizite musikalische Referenz auf Liszts Seiten, mit Ausnahme einer rhythmischen Geste, die den Streichern in den Abschnitten zu Pace non trovo anvertraut ist und die die einleitende Impulsivität des 104. Sonetts bei Liszt evoziert. Das Ergebnis fügt sich in eine Ästhetik ein, in der Klangfarbe, harmonische Spannung und die Dramatik des Textes ein Werk schaffen, das sowohl anspruchsvoll als auch tief evocativ ist.

Technische Daten

MusikgenreKlassik
KomponistTristan MurailSpracheItalienisch (alttoskanisch)

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