Lemoine Dufourt - UR-geräusch - Großes Orchester
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Zusammenfassung dieser Partitur
Mit Ur-Geräusch setzt Hugues Dufourt seine tiefgehende Erforschung klanglicher Phänomene fort: Entfaltung des Klangs, Nuancen, Dichten und Transformationen der Orchester-Masse. Als Pionier der Spektralmusik entwickelt der Komponist hier eine Schreibweise, bei der das Orchester nicht nur ein Instrumentenensemble ist, sondern ein echtes Kraftfeld, das Reliefs, Falten und Resonanzen hervorzubringen vermag, die sich wie lebendige Materie zu entwickeln scheinen.
Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung, wurde das Werk am 23. September 2016 in Bonn (Beethovenhalle) vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Marek Janowski uraufgeführt. Es steht in der Kontinuität von Dufourts Anliegen seit Ende der 1970er Jahre, insbesondere im Hinblick auf eine erweiterte Klangvision, die bereits in Saturne präsent war, sowie auf eine starke Beziehung zur künstlerischen Imagination zwischen Malerei und Zeitarchitektur.
Der Titel Ur-Geräusch verweist auf die Idee des "Urgeräuschs", verbunden mit Rainer Maria Rilke, der in einem Text von 1919 über das Phonographen eine ursprüngliche Klangspur vorstellte. In diesem Geist hinterfragt die Partitur das Hören, die Erinnerung und die Wahrnehmung, indem sie ein Material hervorbringt, das scheinbar vor der Form, vor dem Diskurs liegt, als ob das Orchester eine Quelle wiederzufinden sucht.
Dieses Projekt ist auch ein Gruß an Beethoven: keine illustrative Zitatnahme, sondern eine Reflexion über den Bruch bei Beethoven und dessen Auswirkungen auf die symphonische Schreibweise. Ur-Geräusch bietet somit eine anspruchsvolle zeitgenössische Partitur, ideal für Musiker, Dirigenten und Programmplaner, die ein Orchesterwerk suchen, das zugleich intellektuell, sinnlich und intensiv dramatisch ist, im Herzen des aktuellen Repertoires.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | ||
| Komponist | Hugues Dufourt | Genre | zeitgenössische Partitur (spektale Ästhetik) |
| Instrumentation | Symphonieorchester | ||
Häufig gestellte Fragen
Für welche Instrumentierung ist diese Partitur vorgesehen?
Die Partitur ist für ein Symphonieorchester geschrieben, mit einem Schwerpunkt auf den orchestralen Klangmassen, Klangschichten und klanglichen Transformationen.
Gehört Ur-Geräusch von Hugues Dufourt zur Spektralästhetik?
Die Komposition gehört zur zeitgenössischen Musik mit spektraler Ästhetik. Resonanzphänomene, Klangnuancen und Klangentfaltung strukturieren das orchestrale Material.
Wann und von wem wurde das Werk uraufgeführt?
Die Uraufführung fand am 23. September 2016 in der Beethovenhalle Bonn statt. Sie wurde vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Marek Janowski ausgeführt. Der Auftrag kam vom Beethovenfest Bonn mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung.
Was ist die Herkunft des Titels Ur-Geräusch?
Der Titel bezieht sich auf das „Ur-Geräusch“, das Rainer Maria Rilke 1919 in einem Text über das Grammophon erwähnt.
Welche Verbindung hat dieses Werk zu Beethoven?
Die Partitur ist eine Hommage an Beethoven durch eine Reflexion über den Beethoven-Bruch und dessen Auswirkungen auf die symphonische Komposition, ohne illustrative Zitate.
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