Heritage Audio Symph EQ
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Heritage Audio
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Von Baxandall zum Asymptotischen: Die Heritage Audio Evolution für den Master-Bus
1952 popularisierte Peter Baxandall eine Equalizer-Topologie, die Kultstatus erlangte, insbesondere wegen ihrer eleganten Art, Bass- und Höhenkorrekturen mit Boost und Cut anzubieten, ohne teure Drehschalter zu verwenden. Der Heritage Audio Symph EQ übernimmt diese effiziente Philosophie, überträgt sie jedoch in ein asymptotisches Konzept, das auf die heutigen Anforderungen zugeschnitten ist: mehr Kontrolle an den Extremen des Spektrums, ein sofortiges musikalisches Gefühl und eine ergonomische Auslegung für sofortiges Recall im Mastering.
Im Zentrum der Studio-Produktpalette der Marke platziert, ist dieser Ansatz der Symph EQ ein Equalizer für den Feinschliff: Er sucht nicht den spektakulären Effekt, sondern die Feinabstimmung, die einen Mix stabilisiert, ein Stereo-Bild öffnet und die oberen Frequenzen ohne Aggressivität poliert.
Ein Mastering-Equalizer für alle, die formen wollen ohne zu verfälschen
Der Symph EQ richtet sich an Mixing- und Mastering-Ingenieure, aber auch an jedes Studio, das einen 1U Stereo-Equalizer wünscht, der feine Eingriffe auf einem Master-Bus, einem Stem, einer Subgruppe (Drums, Musik, Vocals) oder einer Summierkette ermöglicht. Sein asymptotisches Verhalten ist besonders relevant, wenn man Luft hinzufügen oder den Bass festigen möchte, während die "Risiko"-Bereiche (Sub und Ultra-High) kontrolliert bleiben.
Dank der Einstellschritte und der Bedienlogik eignet er sich auch hervorragend für hybride Workflows: Einstellungen können schnell dokumentiert und abgerufen werden, zuverlässige A/B-Vergleiche sind möglich und Entscheidungen können mit einer Präzision von halben dB getroffen werden - genau dort, wo es wirklich zählt.
Funktionen für Präzision, Musikalität und Stereo-Breite
Asymptotische Equalisierung: Kurven, die die Extreme respektieren
Das Herzstück des Symph EQ basiert auf einer sogenannten asymptotischen Equalisierung: Die Boost- oder Cut-Kurve steigt allmählich an, bis sie einen Grenzwert erreicht. Der Vorteil zeigt sich sofort auf dem Master-Bus: Man kann eine Signatur im Bass oder in den Höhen hinzufügen, ohne dass Subbässe die Dynamik überfluten oder die Ultra-Höhen scharf klingen. Diese Kurvenphilosophie wird von einer parallelen Equalisierung begleitet, die eine außergewöhnlich geringe Phasenverschiebung und Artefakte gewährleistet, sodass Korrekturen auch am Ende der Signalkette natürlich bleiben.
Gerasterte Bedienung: 10,5 dB in 0,5 dB-Schritten, ohne Zögern
Die Schaltungs- und Bedienanordnung wurde optimiert, um einen maximalen Boost/Cut von 10,5 dB mit einer Granularität von 0,5 dB zu ermöglichen. Der Haupt-Drehschalter stellt Schritte von 1 dB ein, während ein spezieller Knopf +0,5 dB zum angezeigten Wert hinzufügt. Ein CUT-Knopf kehrt die Logik um und verwandelt die Anhebung in eine Absenkung, was schnelle und konsistente Entscheidungen ermöglicht: gleiche Bewegung, gleiche Präzision, sowohl beim Boost als auch beim Cut.
Für das Mastering ausgewählte Arbeitsfrequenzen
Jede Band bietet sechs Frequenzen, die sorgfältig ausgewählt wurden, um die wirklich nützlichen Bereiche eines finalen Mixes abzudecken. Im Hochtonbereich findet man perfekte Punkte für Präsenz und Luft, kontrollierten Glanz bis hin zu sehr hohen Öffnungen. Im Bassbereich ermöglichen die Auswahlmöglichkeiten sowohl das Straffen eines "breiten" Basses als auch das Hinzufügen von Fundament, ohne den unteren Mittenbereich unnötig zu verdicken.
Integrierte Hochpass- und Tiefpassfilter: Reinigen vor dem Veredeln
Zur Ergänzung der Equalisierung fügt der Symph EQ Hochpass- und Tiefpassfilter auf konzentrischen Drehschaltern hinzu, mit einer Steilheit von 12 dB pro Oktave. Die Idee ist einfach: Subbass und Ultra-Höhen vor (oder während) der Klangkorrektur kontrollieren, um zu verhindern, dass unerwünschte Informationen Kompression auslösen, den Pegelspielraum reduzieren oder die Wahrnehmung von Brillanz verfälschen.
Carnhill-Übertrager und Class-A-Ausgänge: Die analoge Heritage-Finish
Der Symph EQ ist mit exklusiven Carnhill-Eingangsübertragern aus Oxford ausgestattet, identisch mit denen im Successor. Am Ausgang basiert das Design auf Class-A-Ausgangsverstärkern vom Typ 73, kombiniert mit Carnhill St'Ives Ausgangsübertragern wie im übrigen Produktportfolio. Das Ergebnis ist ein Gefühl von Solidität, Dichte und Kohärenz, das perfekt zum Mastering-Einsatz passt und dennoch transparent genug für subtile Anpassungen bleibt.
Integriertes Mid/Side: Zentrum und Seiten ohne Kompromisse bearbeiten
Wo der Symph EQ besonders glänzt, sind seine integrierten Mid/Side (M/S)-Fähigkeiten. Dieser Ansatz erlaubt es, den zentralen Inhalt (Kick, Bass, Vocals, Snare) und die Seiten (Ambiences, Reverbs, Breite, Overheads) unterschiedlich zu bearbeiten - mit chirurgischer Präzision und musikalischem Ergebnis. Ein mächtiges Werkzeug, um das Bild zu öffnen, ohne den Bass zu schwächen, überladene Seiten zu klären oder Energie im Mittenbereich neu zu zentrieren.
Technische Daten
| Kategorie | Equalizer | Rack-Einheit | 1 |
| Anzahl Kanäle | 2 | Analogausgänge | XLR |
| EQ | 2-Band, mit erweitertem Filter | Farbe | Grau |
| Ventil | Nein | ||
| Maximaler Boost/Cut | 10,5 dB | +0,5 dB Knopf | Hinzufügen eines halben dB zum Hauptwert |
| Einstellungsschritt | 0,5 dB | CUT-Knopf | Kehrt Boost in Cut um |
| Hauptwahlschalter | 1 dB Schritte | 6 Auswahlmöglichkeiten | 8 kHz, 10 kHz, 12 kHz, 15 kHz, 20 kHz, 24 kHz |
Häufig gestellte Fragen
Eignet sich das Heritage Audio Symph EQ für das Mastering und den Masterbus?
Sein 2-Kanal-Stereoformat im 1U-Rack ist für abschließende Eingriffe auf dem Masterbus, Stems und Subgruppen konzipiert. Die asymptotische Equalizer-Kurve ermöglicht Eingriffe im Bass- und Höhenbereich, wobei die Auswirkungen auf die Extrembereiche des Spektrums begrenzt werden.
Welche Feineinstellungen bietet dieser Equalizer?
Die Boost- oder Cut-Korrekturen erreichen 10,5 dB mit einer Auflösung von 0,5 dB. Ein Hauptschalter bewegt sich in 1-dB-Schritten, während ein Drehknopf zusätzlich 0,5 dB hinzufügt und die CUT-Regelung die Korrekturrichtung umkehrt.
Welche Höhenfrequenzen sind beim Symph EQ verfügbar?
Sechs wählbare Frequenzpunkte: 8, 10, 12, 15, 20 und 24 kHz.
Verfügt das Symph EQ über Hochpass- und Tiefpassfilter?
Zwei Filter mit einer Flankensteilheit von 12 dB pro Oktave sind über konzentrische Regler integriert. Der Hochpass bietet 15, 20, 47, 82 und 160 Hz, der Tiefpass 10, 12, 18, 22 und 30 kHz. Für jeden Filter ist eine OFF-Position vorgesehen.
Wie funktioniert die Mid/Side-Bearbeitung bei diesem Equalizer?
Der Mid/Side-Modus ermöglicht die separate Bearbeitung der Stereo-Mitte und der Seiten. So kann gezielt auf die zentrale Energie wie Stimme oder Bass eingewirkt und die seitlichen Ambiences angepasst werden. Carnhill Eingangsübertrager und Class-A Ausgangsstufen vom Typ 73 sind Teil der analogen Signalstrecke.
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