Billaudot Pepin Camille - Im Herzen der Erde - Bratsche & Klavier
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Zusammenfassung dieser Partitur
"Im Herzen der Erde" ist ein Stück für Bratsche und Klavier, das als wahrer innerer Weg konzipiert ist, sowohl sinnlich als auch organisch. Sein Ausgangspunkt ist malerisch: das All-over Nr. 13A von Jackson Pollock, dessen rot-brauner Farbton an Erdmaterial erinnert, während die weißen Farbfäden eine luftige Perspektive suggerieren, wie Wolken, die von der Erdoberfläche aus betrachtet werden. Aus diesem Bild entsteht die Idee eines Duos mit glühenden Farben, in dem die Bratsche einen glühenden Klang entfaltet und das Klavier eine funkelnde, fast perkussive Schreibweise annimmt.
Das Werk beginnt mit einer langsamen, geheimnisvollen und kosmischen Einführung. Die Bratsche spielt sieben Töne, eines der grundlegenden Motive der Partitur, getragen vom sanften Klingeln der "Glocken" des Klaviers. Dieser anfängliche Atemzug suggeriert die Erdkruste und schafft ein schwebendes Klima, das den Interpreten einlädt, auf Klangtiefe, Tonhaltung und Präzision der Resonanzen zu achten.
Im Verlauf verdichtet sich das Material. Das Durchqueren der ersten Schicht verwandelt sich in eine virtuose Episode für die Bratsche allein, in der die Schreibweise konkreter und schärfer wird. Ein zweites Motiv erscheint: intensive wiederholte Töne, verstärkt durch den Klang der leeren Saiten, die der Bratschenlinie eine rohe, fast mineralische Energie verleihen.
Der Eintritt in den Mantel wird durch ein fernes Grollen der Tastatur signalisiert. Das Klavier, zunehmend flüssig und umhüllend, greift das Anfangsmotiv wieder auf, während die Bratsche beharrlich das Motiv der wiederholten Töne skandiert. Die Überlagerung dieser beiden Schichten erzeugt einen hypnotischen Strudel, wie geschmolzenes Material, das aufeinanderfolgende Variationen durchläuft, die die Texturen ständig erneuern.
Später lässt die Bratsche das Motiv der Kruste in Obertönen wiederaufleben, auf einem unterirdischen und magmatischen Teppich. Die Spannung steigt, die Ebenen nähern sich an, dann explodiert das Ganze in einem ausgebreiteten Gesang, der die Kraft der Natur feiert: Wir sind im Herzen der Erde. Schließlich beruhigen sich die beiden Instrumente, und die Bratsche schließt mit einem letzten tiefen und geheimnisvollen Atemzug auf der C-Saite, eingebettet im Inneren des Planeten. Dieses Stück ist Teil eines Kammermusikzyklus, inspiriert von einer Serie von All-over-Werken Pollocks.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | Werk | Partituren |
| Instrumentation | Bratsche und Klavier | Genre | Kammermusik |
Häufig gestellte Fragen
Für welche Besetzung ist diese Partitur vorgesehen?
Die Partitur ist für Bratsche und Klavier geschrieben, im Stil klassischer Kammermusik.
Enthält die Bratschenstimme eine virtuose Solopassage?
Die Komposition sieht eine virtuose Episode für alleinige Bratsche nach der ersten Schicht vor. Intensive wiederholte Noten werden dort durch den Einsatz von offenen Saiten verstärkt. Das Anfangsmotiv erscheint später in Form von Obertönen wieder.
Welches Werk von Jackson Pollock inspiriert ‚Au Coeur de la Terre‘?
Der malerische Ausgangspunkt ist das All-over Nr. 13A von Jackson Pollock. Seine rotbraunen Farbtöne und die weißen Farbfäden prägen die den Bratschen- und Klavierstimmen zugeordneten Farben.
Was sind die Hauptmotive des Stückes?
Das Werk wird von zwei Motiven strukturiert: einer siebentonigen Zelle, die der Bratsche gleich zu Beginn anvertraut wird, und einem Motiv mit wiederholten Noten. Das erste wird vom ‚Glockenklang‘ des Klaviers begleitet, danach überlagern sich die beiden Elemente zu einer dichteren Textur.
Wie tritt das Klavier in der Komposition auf?
Im Klavier führt die Einleitung Resonanzen von Glockenklang um die sieben Bratschennoten herum ein. Später erzeugt die Tastatur ein fernes Grollen und eine als flüssig und umhüllend beschriebene Klangmasse.
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