Barenreiter Brahms J. - Sonatas In F Minor & E-flat Major Op.120 For Clarinet & Piano
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Zusammenfassung dieser Partitur
Im Frühjahr 1894, nachdem Johannes Brahms bereits eine Art "Rückzug" vom Komponieren angedeutet hatte, findet er durch den Kontakt mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld, dessen Spiel ihn tief beeindruckt, seine schöpferische Kraft wieder. Aus dieser Begegnung entstehen im Sommer 1894 zwei Sonaten für Klarinette und Klavier, die anschließend von Brahms und Mühlfeld uraufgeführt und mehrfach gespielt werden, bevor sie im Juni 1895 erstmals veröffentlicht werden.
Diese Sonaten op. 120 nehmen einen zentralen Platz in der romantischen Kammermusik ein: Sie tragen dazu bei, die Klarinettensonate als eigenständiges Genre zu etablieren, reich an Nuancen und instrumentalem Dialog. Die Komposition, zugleich warmherzig und introspektiv, hebt die Flexibilität der Klarinette hervor, ihren Gesang, ihre Fähigkeit, die Phrase zu formen, während das Klavier eine dichte und expressive Partnerrolle übernimmt.
Diese Ausgabe zeichnet sich durch ein sehr gut dokumentiertes Vorwort und vor allem durch einen besonders umfassenden Performance Practice Commentary aus. Die Herausgeber stützen sich auf zahlreiche Quellen (Zeugnisse, Fachliteratur, alte pädagogische Ausgaben, historische Aufnahmen), um das Verständnis von Brahms' Notation und den Interpretationsgewohnheiten seiner Zeit zu vertiefen. Sie finden gezielte Analysen, Abschnitt für Abschnitt, zu Rhythmus und Rubato, Dynamik und Akzentuierung, Punkten und Strichen, Legato und Non-Legato, Pedal und Resonanzen am Klavier, Arpeggien und Verschiebungen sowie zu Klarinettentechniken wie Vibrato und Portamento. Ein echter Leitfaden für den Aufbau einer zugleich informierten, kohärenten und lebendigen Interpretation.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | Werk | Partituren |
| Komponist | Johannes Brahms | Genre | romantische Partitur, Kammermusik |
| Ausgabe | Urtext (mit Vorwort und Performance Practice Commentary) | Veröffentlichungsjahr | 1895 |
| Instrumentation | Klarinette und Klavier | ||
Häufig gestellte Fragen
Welche Besetzung ist für die Sonaten op. 120 von Brahms vorgesehen?
Diese Ausgabe vereint die beiden Sonaten op. 120 für Klarinette und Klavier, die im Sommer 1894 komponiert wurden. Die Klavierpartie übernimmt eine dichte und expressive Partnerrolle.
Ist die Barenreiter-Ausgabe der Sonaten op. 120 eine Urtext-Ausgabe?
Das Werk wird als Urtext-Ausgabe mit einem dokumentierten Vorwort und einem Performance-Practice-Kommentar angeboten. Die Erstausgabe der Sonaten stammt aus dem Juni 1895.
Welche interpretatorischen Hinweise enthält die Partitur?
Der Kommentar behandelt Rhythmus, Rubato, Dynamik, Akzentuierung und Artikulation. Es gibt auch Hinweise zur Pedaltechnik, Resonanzen und Arpeggien am Klavier. Für die Klarinette werden insbesondere Vibrato und Portamento angesprochen.
Sind die Sonaten für Klarinette und Klavier op. 120 von Brahms für romantische Kammermusik geeignet?
Diese beiden Sonaten nehmen einen zentralen Platz im romantischen Kammermusikkatalog ein. Die Komposition hebt den Gesang und die Flexibilität der Klarinette in einem Dialog mit dem Klavier hervor.
Enthält die Partitur Brahms J. - Sonatas In F Minor & E-flat Major Op.120 beide Sonaten?
Die Sammlung umfasst die Sonate in f-Moll und die Sonate in es-Dur, beide mit der Op.-Nummer 120 versehen.
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