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Beethoven - Sonates Pour Piano Forte et Violon Op. 30

Beethoven - Sonates Pour Piano Forte et Violon Op. 30

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Zusammenfassung dieses Buches

Im Herzen der klassischen Kammermusik stehen Beethovens zehn Sonaten für Klavier und Violine in natürlichem Dialog mit denen Mozarts. Diese Sammlung beleuchtet diese Verwandtschaft und hebt zugleich Beethovens eigene Entwicklung hervor: Nach dem Vorbild der letzten Sonaten Mozarts gewinnt die Violinstimme allmählich an Autonomie, bis sie zu einem echten musikalischen Partner wird und nicht mehr nur eine einfache Verdopplung der rechten Klavierhand darstellt.

Die von Clive Brown erstellte kritische Ausgabe zeichnet sich durch die Präzision ihres Textes aus, der darauf ausgelegt ist, den Erwartungen heutiger Musiker gerecht zu werden: Kohärenz der Notation, Lesbarkeit und Aufmerksamkeit für Details, die die Interpretation direkt beeinflussen (Artikulation, Atmung, rhythmische Intentionen). Sie bietet nicht nur eine sorgfältig ausgearbeitete Version, sondern begleitet den Leser auch mit einer Referenzliste und einem kritischen Bericht, die nützlich sind, um jede Entscheidung in ihrem Kontext zu verorten.

Brown erfasst und kommentiert zahlreiche Stellen, an denen Beethovens Schreibweise nach modernen Gepflogenheiten Fragen aufwirft. Einige Zeichen, die in den alten Quellen vorhanden sind, wurden im Laufe der Ausgaben vernachlässigt oder vereinheitlicht, was die Intention verwischen könnte. Hier wird ihre Bedeutung geklärt: Der Herausgeber identifiziert atypische Notationen, erklärt ihre Auswirkungen auf Phrasierung und Tempoführung und bietet eine argumentierte Lesart an.

Ein markantes Beispiel findet sich im "Tempo di Minuetto" der Sonate op. 30 Nr. 3. Beethoven verwendet dort eine idiosynkratische Notation, inspiriert von einer Praxis, die bei C.P.E. Bach beschrieben wird, um eine Pause anzuzeigen. Dieses Symbol, das bereits in einer ersten zu Beethovens Lebzeiten veröffentlichten Ausgabe belegt ist, wurde in den gängigen modernen Ausgaben nicht berücksichtigt. Ebenso wird hier eine Angabe zu einem arpeggierten Akkord, die in vielen früheren Versionen fehlt, wiederhergestellt und erläutert, was eine informiertere und treuere Interpretation ermöglicht.

Technische Daten

MusikgenreKlassikWerkPartituren
KomponistLudwig van BeethovenInstrumentationKlavier und Violine
AusgabeKritische Ausgabe (herausgegeben von Clive Brown)GenreKlassische Partitur

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