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Johnny Hallydays erste Gitarre, eine Eko, für 9.300 € bei einer Auktion in Bordeaux versteigert

Das Wichtigste in Kürze
  • Die allererste Gitarre von Johnny Hallyday, eine italienische Eko aus den frühen 1960er-Jahren, wurde am Sonntag, den 21. Juni 2026, im Auktionshaus Hôtel des ventes Tourny in Bordeaux für 9.300 € versteigert.
  • Das Instrument war 1963 an Marcel Duclos, damals 16 Jahre alt, verschenkt worden, als Gewinn eines von „Ciné-Music Magazine“ ausgeschriebenen Wettbewerbs.
  • Zum Lot gehörten ein handschriftlicher, signierter Brief von Johnny Hallyday sowie der originale Zeitungsausschnitt, die das Ensemble authentifizierten.
  • Das Gebot, das bei 6.000 € startete, kletterte gut zwölf Minuten lang, bevor es von einem anonym gebliebenen Online-Käufer zugeschlagen wurde.

Bei Woodbrass haben wir ein Faible für Vintage-Instrumente, und manche Auktionen lassen uns doch öfter mal die Augenbraue heben als andere. Die Versteigerung, die gerade in Bordeaux über die Bühne ging, gehört ganz klar dazu: die allererste Gitarre von Johnny Hallyday, eine italienische Eko, kaum größer als eine Jugenderinnerung, ging für 9.300 Euro weg. Nicht nur wegen ihrer klanglichen Qualitäten, sondern vor allem wegen der unglaublichen Geschichte, die seit 1963 an ihr hängt – und wegen der oft unbekannten Tatsache, dass das künftige „Idol der Jugend“ mit dieser bescheidenen Marke begann, bevor er zu dem Star wurde, den wir kennen. Wir erzählen euch alles: den Verkauf, die Schätzung – und vor allem die Geschichte, die das Gebot weit über den Wert einer gewöhnlichen historischen Gitarre hinaustrieb.

Warum diese Eko tatsächlich Johnny Hallydays erste Gitarre ist

In den Räumen des Hôtel des ventes Tourny in Bordeaux fand die Versteigerung an diesem Sonntag, den 21. Juni 2026, statt. Im Katalog stach ein Los besonders ins Auge von Sammlern und Johnny-Hallyday-Fans: seine allererste Gitarre, eine Eko – der italienische Hersteller, der in den Sechzigern einen ausgezeichneten Ruf genoss – genau jenes Modell, das er spielte, bevor er zu dem Star wurde, den wir heute kennen.

Die anfängliche Schätzung des Auktionators lag zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Das bei 6.000 € eröffnete Gebot stieg gut zwölf Minuten lang, bevor der Hammer bei 9.300 € fiel – ein Betrag, der letztlich genau in der angekündigten Spanne lag. Ersteigert wurde das Stück von einem Online-Käufer, dessen Identität unbekannt bleibt.

Gut zu wissen

Eko ist eine italienische Marke, die Ende der 1950er-Jahre gegründet wurde und in den Sechzigern in ganz Europa für ihre erschwinglichen E- und Akustikgitarren sehr beliebt war. Viele junge Musiker jener Zeit, darunter auch Johnny Hallyday zu Beginn seiner Karriere, lernten oder spielten auf einem solchen Instrument.

1963: ein Preisausschreiben, ein 16-jähriger Teenager und ein Geschenk von Johnny Hallyday

Was aus einer gewöhnlichen historischen Gitarre ein Stück im Wert von 9.300 € macht, ist ihre Geschichte. 1963 veranstaltete das Magazin „Ciné-Music Magazine“ ein Preisausschreiben unter seinen Lesern. Der Gewinner: Marcel Duclos, ein 16-jähriger Teenager aus Châteaubourg in der Bretagne, gerade erst aus Algerien zurückgekehrt.

In seinem Teilnahmebrief erzählte der Junge, dass er nach seiner Rückkehr nach Frankreich mangels finanzieller Mittel die Gitarre seines Onkels verkaufen musste. Eine Geschichte, die offenbar Johnny Hallyday selbst berührte – denn der Sänger wählte diesen Brief persönlich unter allen eingesandten Bewerbungen aus.

  • Johnny Hallyday schenkte dem jungen Marcel Duclos daraufhin seine eigene Eko-Gitarre.
  • Dazu legte er einen handschriftlichen, signierten Brief, in dem er ihm „ebenso viel Erfolg“ wünschte wie ihm selbst.
  • Marcel Duclos bewahrte Gitarre und Brief sein Leben lang auf, bis seine Erben beschlossen, sie zu versteigern.
Tipp

Auf dem Auktionsmarkt treibt vor allem die dokumentierte Provenienz die Preise nach oben: Briefe, Fotos, Rechnungen oder zeitgenössische Zeitungsausschnitte.

Warum Objekte mit Bezug zu Johnny Hallyday bei Auktionen weiter durch die Decke gehen

Seit dem Tod des Sängers im Jahr 2017 häufen sich Versteigerungen von Objekten mit Bezug zu Johnny Hallyday und locken regelmäßig Bieter an, die weit über die ursprünglichen Schätzungen hinausgehen. Gitarren, Bühnenjacken, signierte Platten oder persönliche Briefe: Jedes authentifizierte Stück wird zu einem Fragment der kollektiven Erinnerung an eine zentrale Figur der französischen Popmusik.

Die Auktion in Bordeaux veranschaulicht dieses Phänomen sehr gut: Das Los war nicht nur eine Vintage-Gitarre, sondern das Zeugnis einer persönlichen Geste des Sängers gegenüber einem anonymen Fan, zu einer Zeit, als seine eigene Karriere gerade erst richtig Fahrt aufnahm.

Der Woodbrass-Tipp

Besitzt ihr ein Instrument mit einer besonderen Geschichte? Bewahrt jedes Dokument, das dazugehört, sorgfältig auf (Rechnung, Brief, Foto, Widmung). Genau das macht aus einem einfachen Instrument oft ein begehrtes Sammlerstück.

Das Wichtigste zu dieser historischen Auktion

Am Ende ist diese für 9.300 € in Bordeaux verkaufte Gitarre von Johnny Hallyday weit mehr als nur eine weitere Kuriosität im Universum der Musik-Auktionen: Sie erinnert daran, dass ein Instrument zum Zeugen einer bewegenden menschlichen Geschichte werden kann. Ein 16-jähriger Teenager, ein Preisausschreiben, eine spontane Geste des künftigen „Idols der Jugend“ … sechzig Jahre später lässt diese Eko die Fans immer noch weit über ihren reinen Instrumentenwert hinaus mitfiebern.

Quellen

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