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Die Eigenschaften des Mundstücks von Klarinette und Saxophon

Ein Saxophonmundstück oder ein Klarinettenmundstück zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, die den Klang des Instruments nachhaltig beeinflussen.
Es wird kein Einsteiger-Saxophon in ein „Instrument des Jahrhunderts“ verwandeln, trägt aber vorteilhaft zur Qualität und zum Spielkomfort des Musikers bei.
Eine kleine Übersicht der wichtigen Punkte, die zu überprüfen sind…

Die Öffnung

Das ist die Höhe, die den Pegel der Tischfläche und die Spitze des Mundstücks trennt, definiert die Tischlänge und misst zwischen 1 und 2 Millimetern.
Eine kleine Öffnung trägt dazu bei, einen runden und relativ weichen Klang zu erzeugen, der besonders für klassische Musik geschätzt wird, und ist zudem leicht für Anfänger zu spielen.
Eine große Öffnung erzeugt ein reichhaltigeres Klangspektrum, wie man es für Jazz oder moderne Musik erwartet, ist aber im Gegenzug schwieriger zu spielen.

Die Kammer

Das ist der Teil des Mundstücks, der am Anfang des zylindrischen Teils des Rohrs liegt.
Die Form der Kammer ist wichtig für die Charakterisierung des Klangs und wirkt wie ein Filter, wobei ihr Durchmesser die Qualität des Klangcharakters beeinflusst.
Eine Vergrößerung des Kammerdurchmessers optimiert die tieferen Frequenzen des Spektrums und erzeugt einen runden und vollen Klang, im Sinne des „klassischen Klangs“ oder der historischen Jazz-Interpreten.
Im Gegensatz dazu führt eine Verkleinerung des Kammerdurchmessers zu einer erhöhten Brillanz.

Die Kammer ist verantwortlich für die Leichtigkeit des Anblasens des Mundstücks, seine Homogenität und die Fülle des erzeugten Klangs.
Eine breite Kammer erfordert daher mehr Blasdruck.
Die Größe der Kammer ist entweder eine spezifische Eigenschaft des Mundstücks oder wird in dessen Technischen Daten angegeben.
Achten Sie auf die Maße der angegebenen Werte, die oft in Millimetern für französische Mundstücke angegeben sind, aber auch herstellerspezifische Umrechnungstabellen verwenden können.

Die Form der Decke 

Nein, schauen Sie nicht nach oben! Die Decke, auch „Deflektor“ genannt, ist der Teil im Inneren des Mundstücks, von der Spitze bis zum Boden der Kammer, gegenüber dem Blatt, das direkt durch die in Schwingung versetzte Luft angeregt wird.
Ihre Form beeinflusst die Reichtum des erzeugten Signals in Übereinstimmung mit der Größe der Kammer.
Flach begünstigt sie matte Klänge, während sie abgerundet einen helleren Klang erzeugt.
Sie kann verschiedene Neigungen haben (Hufeisenform, Treppenform), die jeweils eine klangliche Besonderheit hinzufügen.
Je näher die Decke am Blatt ist, desto kräftiger und brillanter wird der Klang.
Mit einer geraden Decke erhält man einen weichen Klang mit viel Luft, während eine hohe und unregelmäßige Decke einen metallischen oder aggressiven Klang erzeugt, der zu einem gesättigten Klang führt.
Der Mittelweg ergibt einen relativ ausgewogenen Klang mit mehr Flexibilität, aber ohne echten Charakter.
Die Decke bestimmt auch den Spielkomfort.

Die Höhe der Decke

Eine niedrige Decke benötigt viel Luft.
Eine sehr hohe Decke ist sehr leicht zu spielen, ohne Anstrengung, und ermöglicht leicht Effekte wie „Bend“ oder „Growl“, kann aber bei virtuosem Spiel etwas schwer zu kontrollieren sein.

Die Tischfläche

Das ist der flache Bereich, an dem das Blatt befestigt wird. Sie misst zwischen 15 und 25 Millimetern.
Aber Vorsicht bei den Maßen, denn eine Tischfläche ist insgesamt meist viel länger.
Der vordere gebogene Teil des Mundstücks ist die Tischlänge (auch „Facing“ genannt), die in der Regel etwa 15 bis 25 mm lang ist.
Dieser Bereich ist entscheidend, da er die Schwingungsfähigkeit des Blatts definiert, die größer ist, wenn die Tischfläche länger ist.

Einige unverzichtbare Referenzen bei Klarinettenmundstücken

Vandoren CM302 für B-Klarinette 5RV Lyra: das von den meisten Klarinettenlehrern empfohlene Mundstück.

Einige unverzichtbare Referenzen bei Saxophonmundstücken

Selmer S80 für Altsaxophon C*: Das Mundstück für Einsteiger par excellence.

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