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Wie hat das Sampling die Musik revolutioniert?

Das Sample ist überall. Von Hip-Hop-Klassikern bis zu Pop-Hits hat diese Technik der Musikproduktion unsere Art zu komponieren und Musik zu konsumieren tiefgreifend verändert. Aber was verbirgt sich eigentlich wirklich hinter diesem für manche vagen Begriff? In diesem Artikel erklären wir alles: vom Konzept des Samplings über die besten Sampler der Gegenwart bis hin zu einem Fokus auf das vermutlich legendärste Sample.

Was ist ein Sample in der Musik?

Ein Sample (oder Tonprobe auf Deutsch) ist ein Audioausschnitt, der aus einer bestehenden Aufnahme entnommen wird, um in einer neuen musikalischen Komposition wiederverwendet zu werden. Dieses Fragment kann ein Rhythmus, eine Melodie, eine Stimme oder ein anderes Klangelement sein.

Sampling ist also der Akt des Aufnehmens, Zerschneidens und Einfügens eines oder mehrerer dieser Ausschnitte in ein originales Musikstück. Diese Praxis hat sich zu einer echten Kultur in der Musikproduktion entwickelt, insbesondere dank der Entwicklung der elektronischen Musik und des Hip-Hop in den 1980er Jahren.

Welche verschiedenen Formen des Samplings gibt es?

Wenn Sie ein gesampletes Stück hören, wird dabei zwangsläufig eine der folgenden Techniken verwendet:

1. Der Loop

Man verwendet eine wiederholende Schleife, oft rhythmisch. Diese Technik findet man häufig in House oder Techno, wo eine Schleife als Grundlage für ein ganzes Stück dient. 

👉 Beispiel: „Music Sounds Better with You“ von Stardust basiert auf einer Schleife eines Stücks von Chaka Khan.

2. Das Chopping

Das Sample wird in mehrere Stücke („Chops“ genannt) zerschnitten, die dann in anderer Reihenfolge neu gespielt oder live über ein Pad ausgelöst werden. Dieser Ansatz führt zu sehr kreativen Ergebnissen, besonders im Boom Bap und Trap.

👉 Beispiel: „Through the Wire“ von Kanye West, mit einem rhythmisch zerschnittenen Sample von Chaka Khan.

3. Das Resampling

Man sampelt ein Stück, das man selbst produziert hat, zum Beispiel eine Synthesizer-Fläche oder eine Basslinie, um es weiterzuverarbeiten, zu schichten oder zu verändern. Das ist eine hervorragende Methode zur Selbstinnovation. 
👉 Beispiel: Aphex Twin ist bekannt dafür, seine eigenen Klangtexturen zu resamplen, um einzigartige Klanglandschaften zu schaffen.

4. Pitch Shifting

Veränderung der Tonhöhe, um einen neuen Effekt zu erzeugen. So kann man die Tonart eines Samples an die des eigenen Stücks anpassen oder eine einzigartige Atmosphäre schaffen. 

👉 Beispiel: „Love Lockdown“ von Kanye West nutzt Pitch Shifting bei Stimmen, um einen kraftvollen emotionalen Effekt zu erzeugen.

5. Time Stretching:

Veränderung der Dauer, ohne die Tonhöhe zu verändern. Nützlich, um ein Sample an ein anderes Tempo anzupassen und dabei die harmonische Signatur zu bewahren. 

👉 Beispiel: The Chemical Brothers verwenden diese Technik in „Star Guitar“, um Audio-Loops auf ein festes Tempo zu synchronisieren.

6. Layering

Mehrere Samples übereinanderlegen, um eine neue Klangtextur zu schaffen. Zum Beispiel drei verschiedene Snare-Samples kombinieren, um eine einzige knackige Snare zu erzeugen. 

👉 Beispiel: In „Power“ von Kanye West stammen die Percussions aus mehreren übereinandergelegten Quellen, um einen massiven Effekt zu erzeugen.

7. One-Shot-Sampling

Ein kurzes, einmaliges Sample verwenden, das zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgelöst wird, oft für Percussions, Soundeffekte oder Stimmen. 

👉 Beispiel: „Hotline Bling“ von Drake integriert vokale und perkussive One-Shots, um die Produktion zu akzentuieren.

8. Live-Sampling

Ein Klang wird in Echtzeit während einer Performance aufgenommen, um ihn sofort in die Komposition einzubinden. Eine immer beliebter werdende Praxis bei Live-Sets in der elektronischen Musik oder im Hip-Hop. 
👉 Beispiel: Reggie Watts nutzt oft Live-Sampling von Stimmen in seinen Live-Improvisationen.

Gut zu wissen 🤓: Sampling ist auch ein rechtliches Thema. Häufig müssen Urheberrechte eingeholt werden, um Ausschnitte zu verwenden. Manche Produzenten bevorzugen daher, ihre eigenen Samples mit virtuellen Instrumenten oder Originalaufnahmen zu erstellen.

Das Sample, das alles veränderte: Amen Break 

Man kann nicht über Sampling sprechen, ohne eines der ikonischsten Fragmente zu erwähnen: den Amen Break.

Aus dem Titel „Amen, Brother“ von den Winstons entnommen, ist dieser 6 Sekunden lange Drum-Break, aufgenommen 1969, schlichtweg zu einer Säule der elektronischen Musik, des Hip-Hop, Jungle und Drum and Bass geworden. Zerschnitten, neu arrangiert, gepitcht, glitchy, gefiltert, timestretched – er diente als Grundlage für Tausende von Stücken, von N.W.A bis Aphex Twin, von The Prodigy bis Slipknot.

Seine synkopierte Struktur, sein natürlicher Groove und der „dreckige“ Klang der Originalaufnahme – eine Art analoge Unvollkommenheit – verleihen ihm einen fast hypnotischen Charakter. Man kann ihn in Endlosschleife wiederholen, verlangsamen, melodisch machen oder komplett zerstückeln. Er ist ein klangliches Chamäleon, ein Muster, das Genres und Zeiten überdauert.

Das Aufkommen der britischen Jungle-Szene Anfang der 90er Jahre verdankt viel diesem Break: Künstler wie Goldie, LTJ Bukem oder 4hero schnitten ihn millisekundengenau, um wahnsinnige, zerschnittene Rhythmen zu schaffen. Er überquerte auch den Atlantik und etablierte sich in den Drum-and-Bass-Produktionen von Roni Size oder Dillinja.

Doch über die Technik hinaus fasziniert die kulturelle Bedeutung des Amen Break. Ohne dass es jemand geplant hätte, wurde ein einfacher Drum-Fill zum musikalischen DNA-Code mehrerer Generationen. Er ist in Filmsamples, Werbespots, Videospielen präsent – ein Stück Musikgeschichte, das sich überall eingeschlichen hat.

Dieses Sample wurde so oft verwendet, dass es zu einem Symbol gemeinsamer Kultur wurde. Seine Popularität rückte auch die Fragen der künstlerischen Anerkennung in den Fokus, da die Winstons nie Urheberrechte für die massive Nutzung erhielten. Eine Ungerechtigkeit, die in den 2000er Jahren eine Unterstützungsaktion auslöste, bei der Tausende Fans spendeten, um dieses historische Versäumnis zu korrigieren.

Die besten Sampler-Modelle

Die Wahl eines Samplers ist ein bisschen wie die Wahl eines traditionellen Instruments: Es hängt ganz von Ihrem Stil, Ihrem Workflow und Ihren Vorlieben ab. Hier ist unsere Auswahl der unverzichtbaren Sampler-Modelle.

Der Novation Circuit Tracks ist weit mehr als ein einfacher Sampler: Es ist eine tragbare Produktionsstation mit zwei polyphonen Synthesizer-Spuren und vier Drum-Kanälen. Mit seinem erweiterten Speicher von 196 Sekunden für Samples, dem microSD-Port und integrierten Effekten (Delay, Reverb, Sidechain, Master Compressor) ist er die ideale Wahl für mobile Beatmaker.

Pro-Tipps 🧠: Dank seines wiederaufladbaren Akkus (4 Stunden Laufzeit) können Sie Ihre Tracks überall kreieren, ohne auf eine Steckdose angewiesen zu sein. Und mit seinen umfassenden MIDI-Anschlüssen lässt er sich problemlos in ein komplexeres Studio-Setup integrieren.

Die Korg Electribe 2 überzeugt durch ihre schnelle Umsetzung. Mit ihren analogen Oszillatoren, dem MMT-Klangmotor und 499 User-Sample-Slots ist sie für Elektro-Künstler und Live-Performances konzipiert.

- 3 Stereoeffekte in Reihe

- Ultra-intuitiver Step-Sequenzer

- Direkter Export zu Ableton Live

Tip 💡: Dank der Motion Sequence-Funktion werden Ihre Filter- und Effekt-Einstellungen automatisch in Ihren Patterns gespeichert. So wird eine einfache Sequenz zu einer lebendigen Performance!

Die Maschine MK3 ist eine unverzichtbare Referenz für Beatmaker. Mit 16 ultra-reaktiven Pads, hochauflösenden Farbdisplays und integriertem Sampler bietet sie einen extrem flüssigen Workflow.

- Integrierte Audio-Interface 96kHz/24 Bit

- 8 GB Sounds + Komplete Select inklusive

- Pad-, Step- und Keyboard-Modi für verschiedene Herangehensweisen

Gut zu wissen 🤓: Maschine enthält auch professionelle Effekte, perfekte Kompatibilität mit den wichtigsten DAWs (Ableton, FL Studio, Logic) und eine große Sammlung virtueller Instrumente via Komplete.

Die MPC Live 2 ist eine echte autonome Produktionszentrale mit integrierten Studiomonitoren, wiederaufladbarem Akku und Kompatibilität mit allen Native Instruments MPC Edition Plugins.

- Bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit

- Eingebaute Lautsprecher

- 3 Stereoausgänge + CV/Gate

- 2 GB RAM + 16 GB interner Speicher

Tip 💡: Die DrumSynth-Funktion ermöglicht es Ihnen, Ihre eigenen synthetischen Schlagzeugklänge zu erstellen, ohne die MPC zu verlassen.

Akai MPC Live 2: das ultimative mobile Studio

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Produit

Akai MPC Live 2: das ultimative mobile Studio

Fazit

Sampling ist weit mehr als ein Stilmittel: Es ist ein kreatives Werkzeug, eine Verbindung zwischen musikalischen Generationen und ein Hebel zur Erneuerung von Klängen. Ob Sie einen tragbaren Sampler wie den Novation Circuit Tracks, ein All-in-One-System wie die MPC Live 2 oder eine leistungsstarke Softwarelösung wie die Maschine MK3 suchen – unter den vorgestellten Modellen finden Sie garantiert das Richtige für sich! 


Quellen:

  • „Amen Break – Die meistgesampelte Schleife der Musikgeschichte“ – BBC Culture
  • „The Amen Break and the Evolution of Sample-Based Music“ – TED-Ed
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