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Seit 40 Jahren verschwunden: Die Kultgitarre von Marty McFly steht im Mittelpunkt einer weltweiten Suche

Bei Zeus, Marty! Deine Gitarre ist irgendwo im Raum-Zeit-Kontinuum verschwunden… Und das ist keine Science-Fiction. Die legendäre Gibson ES-345 Cherry Red – die, mit der Marty McFly 1955 auf dem Abschlussball in Zurück in die Zukunft die Bühne zum Glühen bringt – ist seit 1985 verschwunden. Vierzig Jahre später ist dieses legendäre Instrument Gegenstand einer weltweiten Schatzsuche, initiiert vom Filmteam und dem Hersteller Gibson persönlich. Macht eure Plektren bereit und schnallt euch an, wir reisen zurück in der Zeit, um die Geschichte dieser Kultgitarre zu erzählen und zu sehen, wie ihr rock’n’roll-Geist heute bei Woodbrass durch außergewöhnliche Modelle weiterlebt.

Kultszene aus Zurück in die Zukunft (1985): Marty McFly inmitten eines wilden Solos auf seiner Gibson ES-345 Cherry Red.

Im ersten Film der Trilogie steigt Marty McFly – ein Teenager der 80er, der ins Jahr 1955 katapultiert wird – bei dem berühmten Ball „Enchantment Under the Sea“ auf die Bühne. Vor einer staunenden Schülermenge liefert er eine feurige Interpretation von Johnny B. Goode ab (drei Jahre bevor Chuck Berry den Song 1958 in unserer Realität veröffentlichte, ein Zeitparadoxon!). Seine Geheimwaffe: eine Gibson Halbresonanzgitarre Cherry Red mit einem umwerfenden Look. Die Wahl dieser Gitarre war kein Zufall. In der Geschichte des Rock stehen die Gibson ES-Modelle (Electric Spanish) für die Eleganz und Leidenschaft der Pioniere des Blues und Rock’n’Roll. Marty weiß instinktiv: Um 1955 die Bühne zum Brennen zu bringen, gibt es nichts Besseres als eine leuchtend rote ES-345 mit explosivem Sound.

Eine mythische Gitarre, verloren im Raum-Zeit-Kontinuum

Was als filmisches Augenzwinkern begann, ist zu einem echten Rätsel geworden. Das Instrument, das Marty in der Kultszene benutzt, ist nach den Dreharbeiten einfach verschwunden. Niemand weiß, was aus der originalen Gibson ES-345 Cherry Red seit dem Filmstart 1985 geworden ist. Heute, kurz vor dem 40-jährigen Jubiläum von Zurück in die Zukunft, ist das Filmteam fest entschlossen, sie wiederzufinden. Um dieses ikonische Instrument zurückzuholen, haben die Schauspieler der Trilogie und der Hersteller Gibson eine weltweite Suchmeldung gestartet. In einem Video auf Gibson TV wenden sich Michael J. Fox (Marty), Christopher Lloyd (Doc Brown), Lea Thompson (Lorraine) und Harry Waters Jr. (Marvin Berry) direkt an die Fans. „Wir brauchen eure Hilfe“, bittet Michael J. Fox und erklärt, dass „niemand sie seit 1985 gesehen hat“. Mit seinem bekannten Humor schlägt er vor, die Gitarre sei „irgendwo im Raum-Zeit-Kontinuum verloren oder in der Garage eines Teammitglieds“, bevor er ernster wird: „Wenn ihr wisst, wo sie ist, schreibt uns!“ Der Mitbegründer des Films, Bob Gale, erinnert daran, dass eine „kirschrote Gitarre“ wie diese ein „wichtiges Stück Filmgeschichte“ darstellt. Der Aufruf erfolgt im Rahmen der von Gibson ins Leben gerufenen Kampagne Lost to the Future – ein echtes Augenzwinkern – damit sich jeder, der einen Hinweis auf das Instrument hat, meldet.

Hinweis an Sammler, ehemalige Filmtechniker oder Liebhaber, die ihr begegnet sind: Der musikalische DeLorean könnte in eurem Dachboden stehen! Im Jahr 2023 ermöglichte eine ähnliche Aktion (The Lost Bass Project) die Wiederfindung des gestohlenen Höfner-Basses von Paul McCartney nach 50 Jahren. Warum also nicht unsere ES-345?

Zurück nach 1955: Ein Solo aus der Zukunft

Kehren wir kurz zu dieser legendären Szene von 1955 zurück. Auf der Bühne der Hill Valley High School greift Marty McFly zur Gitarre und ruft dem Orchester zu: „Folgt mir, Leute, das wird großartig!“ Was folgt, ist Popkultur pur: ein feuriges Gitarrensolo, eine Mischung aus 80er-Jahre Rock-Energie und den Pionier-Riffs à la Chuck Berry, das das Ballpublikum in Aufruhr versetzt. Marty spielt seine verrücktesten Läufe – Tapping à la Eddie Van Halen, Verstärker voll aufgedreht – vor verblüfften Tänzern von 1955, die den futuristischen Rock’n’Roll entdecken. Die Sequenz endet mit Applaus, während Marvin Berry humorvoll seinen „Cousin Chuck“ anruft, um ihm diesen neuen Sound vorzuspielen.

Fans lieben diese Szene wegen ihres mitreißenden und anachronistischen Charakters. Fun fact: Die von Marty geschwungene Gitarre gab es technisch gesehen 1955 noch gar nicht! Es handelt sich um eine Gibson ES-345 Modell TDC Cherry Red mit einem Bigsby-Vibrato, ein Modell, das erst 1959 eingeführt wurde. Ein kleines bewusstes Anachronismus der Regisseure – schließlich handelt es sich um einen Zeitreisefilm, da ist alles erlaubt. Ursprünglich hatten die Requisiteure eine Gibson ES-5 von 1955 vorgesehen, doch der Artdirector suchte „etwas Rotes mit einem Whammy Bar (Vibrato)“ für einen spektakuläreren Effekt. Um die historische Wahrheit etwas zu biegen, entschied sich die Produktion für eine leuchtend rote ES-345, die optisch als „futuristischer“ galt. Und das Ergebnis auf der Leinwand ist ikonisch: Diese ES-345 Cherry Red wurde zu einer der berühmtesten Gitarren der Filmgeschichte, auf einer Stufe mit der Hendrix Stratocaster bei Woodstock oder der SG von Angus Young.

Die Gibson ES-345: Die Inbegriff der rock’n’roll Eleganz

Was genau ist die Gibson ES-345 und was macht sie besonders? Für Nicht-Eingeweihte: Dieses Modell gehört zur Familie der Gibson ES (Electric Semi-hollow)-Gitarren, die Ende der 1950er Jahre eingeführt wurde. Die Gibson ES-335, ihr Vorgänger von 1958, revolutionierte den Markt mit ihrem hybriden Konzept aus halbakustischer und elektrischer Gitarre: ein dünner hohler Korpus mit einem massiven Ahornblock in der Mitte, um Rückkopplungen zu vermeiden und mehr Sustain zu bieten. Die ES-345, eingeführt 1959, basiert auf der 335 (gleiche typische doppelte Cutaway-Form), fügt jedoch ästhetische und elektronische Verfeinerungen hinzu, um damals ein High-End-Modell zu sein. Man erkennt sie an den gespaltenen Parallelogramm-Einlagen auf dem Griffbrett (während die Standard-335 einfache Punkte oder Blöcke hatte), an der doppelten Binding (Kantenverzierung), die den Korpus vorne UND hinten elegant umrahmt, und – bei den Originalmodellen – an ihrem Stereo-Schaltkreis mit einem 6-Positionen-Varitone-Schalter. Kurz gesagt, war die ES-345 der 60er Jahre die luxuriöse große Schwester der 335, die von vielen Bluesmusikern und Rockern wegen ihres schicken Looks und ihres nuancenreichen Sounds geschätzt wurde.

Auch heute noch steht die ES-345 für Qualität und Vielseitigkeit. Gibson hat sie neu aufgelegt und dabei ihre charakteristischen Merkmale bewahrt, gleichzeitig aber moderne Verbesserungen integriert, die zeitgenössische Gitarristen erwarten. Der Eckpfeiler wurde laut Gibson bei diesem Modell weiter verbessert – und man kann dem nur zustimmen, wenn man seine Spezifikationen entdeckt:

  • Leichte und resonante Bauweise – Massiver Ahornblock und Adirondack-Fichtenbalken im Viertelmaß, die das Instrument leichter machen und gleichzeitig seine klanglichen Möglichkeiten erweitern. Das Ergebnis? Eine ES-345, die leichter und lebendiger ist und mühelos von sanftem Jazz zu knackigem Rock wechseln kann.
  • Hochwertige Verarbeitung und Lackierung – Komplett mit einem mehrlagigen Creme/Schwarz-Binding umrahmter Korpus, und ein Palisandergriffbrett mit exklusiven gespaltenen Parallelogramm-Einlagen, die die 345 sofort von der kleineren 335 unterscheiden und sowohl Sammler als auch Musiker auf der Bühne begeistern.
  • Modernisierte Vintage-Elektronik – Handverdrahtete Schaltungen mit den berühmten Orange Drop®-Kondensatoren (Garanten für Zuverlässigkeit und Musikalität) und einem neuen Paar Gibson Calibrated T-Type Humbucker, speziell abgestimmt, um den Vintage-Sound der 60er-Jahre PAF wiederzugeben. Kurz gesagt, bietet die aktuelle ES-345 den authentischen Klang der 60er, ohne die kratzenden Potis!
  • Klassische und effektive Hardware – Vintage Deluxe Mechaniken mit „Keystone“-Knöpfen (Tulpenform) für stabile Stimmung, leichter Aluminium-ABR-1-Steg und passender Stopbar-Tailpiece, alles mit Stahl-Schrauben und -Rändelschrauben für maximale Robustheit. Dazu ein schwarzer 5-lagiger Pickguard, schwarze „Top Hat“-Potiknöpfe mit silbernem Reflektor – das komplette Set für die perfekte Vintage-Rockgitarre.

Was den Klang betrifft, glänzt die ES-345 durch ihr ausgewogenes Profil. Gitarristen schätzen ihre Fähigkeit, warme und volle Bässe zu liefern, während sie gleichzeitig klare und singende Höhen bewahrt, dank der Kombination aus semi-hollow-Bauweise und hochwertigen Humbucker-Tonabnehmern. Man wechselt mühelos von einem sanften Blues à la B.B. King (großer Nutzer der ES-Serie) zu einem aggressiveren Rock à la Chuck Berry per Knopfdruck. Die relative Leichtigkeit des Instruments, bedingt durch seine durchdachte Konstruktion, ermöglicht stundenlanges Spielen ohne Ermüdung – Marty McFly würde das sicher bestätigen, der auf derselben Bühne Earth Angel und Johnny B. Goode hintereinander spielte!

Das Schöne daran ist: Auch wenn das Original von Marty McFly bis heute unauffindbar bleibt, hat die Gibson ES-345 nie aufgehört, Gitarristen zu begeistern. Gibson produziert dieses legendäre Modell weiterhin, und wir sind stolz, euch zwei außergewöhnliche Versionen anbieten zu können, die das Erbe dieser außergewöhnlichen Gitarre weitertragen.

Eine authentische Version, inspiriert von den ES-345 der späten 50er/frühen 60er Jahre. Sie trägt das berühmte Cherry Red Sixties-Finish, das Marty so liebte (auch erhältlich in Vintage Burst je nach Geschmack), mit einem leicht gealterten, glänzenden Nitrozelluloselack für den Vintage-Look. Alle oben genannten hochwertigen Merkmale, die den Charme der 345 ausmachen, sind hier zu finden: das mehrlagige cremefarbene Binding des Korpus, die gespaltenen Parallelogramm-Einlagen auf dem Griffbrett, der komfortable abgerundete Halsprofil, 22 Medium Jumbo-Bünde usw. Klanglich bietet diese Sixties ES-345 die kalibrierten T-Type Tonabnehmer und moderne Gibson-Elektronik (2 Volumen, 2 Tonregler, handverdrahtet mit Orange Drop), um den begehrten Vintage-Sound zu liefern, ohne die Unwägbarkeiten alter Gitarren. Kurz gesagt, sie ist die direkte Nachfahrin der Gitarre von Marty – bereit, eine neue Musiker-Generation zum Schwingen zu bringen, ganz ohne DeLorean für Zeitreisen.

Fazit: Die Legende lebt weiter

1985 ließ uns Zurück in die Zukunft mit dem Klang einer außergewöhnlichen Gitarre durch die Zeit reisen. 2025 beweist die Begeisterung um die Gibson ES-345 Cherry Red, dass die Magie immer noch wirkt. Ob das Original, das Marty McFly spielte, eines Tages gefunden wird oder nicht – ihr musikalisches Erbe bleibt unversehrt. Jeder Gitarrist, der heute eine ES-345 anschließt und die ersten Töne von Johnny B. Goode anschlägt, spürt ein wenig von diesem zeitlichen Funken – das Gefühl, ein Stück Geschichte in den Händen zu halten, das die Zeiten überdauert.

Also, bereit, dein eigenes Kapitel der Rockgeschichte zu schreiben? Dreh die Lautstärke auf, und wie Marty sagen würde:
„Ihr sucht diesen neuen Sound? Hört mal hier!“

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