Benannt nach seinem Gründer wurde die Firma Behringer Ende der 80er Jahre, genauer gesagt am 25. Januar 1989, in Willich, Deutschland, an einem Küchentisch gegründet. Uli Behringer wurde in Baden, Schweiz, geboren. Bereits mit 16 Jahren baute der geniale Visionär seinen ersten Synthesizer, den UB1! Pianist und Toningenieur begann er während seines Studiums, Signalprozessoren zu zerlegen, um seine eigenen Geräte für den persönlichen Gebrauch zu bauen. Ein Rückblick auf dieses unglaubliche Abenteuer…
Die Geschichte dieses jungen Herstellers ist im Vergleich zu viel älteren großen Marken in mehrfacher Hinsicht beeindruckend. Eines der allerersten Produkte dieser damals in Deutschland ansässigen Firma war ein Aural Exciter, dem schnell ein Kompressor folgte, denn die 90er Jahre zeigten den Wunsch nach Produktvariationen, die sowohl für Beschallung als auch für das Heimstudio gedacht waren. Im Jahr 1997 entschied sich Behringer, die Produktion nach China zu verlagern, was viele Hersteller und Instrumentenbauer bereits zuvor getan hatten. Weniger als zehn Jahre später hatte sich Behringer zu einem weltweit vertretenen und in allen industrialisierten Ländern der Welt vertriebenen Hersteller entwickelt.
Ein rascher Aufstieg
Der große Durchbruch für Behringer war zweifellos die Gründung der ersten großen Fabrik der Marke in China im Jahr 2002. Im darauffolgenden Jahr entstand die Online-Universität Music Tribe, und im Laufe der Monate und Jahre entwickelte sich auf dem Campus in der Stadt Zhongshan ein echtes Zentrum. Nichts schien die Expansion des Herstellers aufzuhalten, der Ende der 2000er Jahre mehrere renommierte Firmen übernahm, darunter Klark Teknik, Midas, aber auch Tannoy, TC Electronic, TC Helicon, Turbosound und jüngst Aston Microphones!
Von da an konnte Uli Behringer endlich seinen Jugendtraum verwirklichen: Synthesizer zu bauen. Zunächst erschienen die DeepMind-Modelle (DeepMind 6 und DeepMind 12), die Technologien der Music Tribe-Unternehmen integrieren. Die technologische Entwicklung mit einer starken F&E-Abteilung von fast 250 Ingenieuren ermöglicht es nun, Produkte zu entwickeln, die mit vielen anderen Marken auf dem hart umkämpften Weltmarkt konkurrieren können.
Im Angesicht der Nostalgie des Vintage-Synthesizers
Nach dem Erfolg der DeepMind-Serie und dem Erwerb von Halbleiterfirmen (elektronische Bauteile) in den USA wagte die Allianz Music Tribe/Behringer eine neue Herausforderung: die Eroberung des Vintage-Synthesizer-Marktes. Dabei wurden Modelle übernommen, deren Lizenzen (Patente) erloschen waren, und vor allem wurden Synthesizer, Drum Machines und Module zu unschlagbaren Preisen angeboten. Diese Instrumente sind manchmal exakte Kopien alter Modelle, oft aber auch Weiterentwicklungen mit deutlichen Verbesserungen gegenüber den Originalen. So erhielten einige zusätzlich eingebaute Effekte, einen Sequencer, eine USB-Schnittstelle und andere Features, die den Originalmodellen fehlten, die heute ein Vermögen kosten und deren Wartung nur wenige Spezialisten weltweit übernehmen können.
Fortschritte auf allen Ebenen
Auf allen Kontinenten präsent, haben sich die Produkte der Marke seit 1989 stetig weiterentwickelt und sind in den Bereichen Beschallung mit den Eurolive-Lautsprechern, Gitarrenverstärkern und Effektpedalen, sowie einer kompletten Palette von Mischpulten für Live-Bühnen und Heimstudios wie den Xenyx fest etabliert. Behringer bietet hier nahezu alles, was man für ein Heimstudio braucht, von Konsolen (X32 Producer, Xenyx X1222USB, 1204 USB…) über Effekte (FX2000 Virtualizer, Ultragraph Pro FBQ1502HD, Ultradrive Pro DCX2496…) bis hin zu Monitorlautsprechern (Eurolive B112MP3, B208D, PK108A…), Kopfhörer (HPS3000, HPX2000…), Controller (X-Touch One), Audio-Interfaces (U-Phoria UM2, UMC404HD, Studio XL…), Studio- oder USB-Mikrofone (TM1, BM1, BV4038, BV44…), sowie DJ-Mixer (DDM4000).
Wie bereits erwähnt, ist der Bereich der Synthesizer keineswegs vernachlässigt, ganz im Gegenteil. Die Crave, Neutron, Wasp, Monopoly, Model D, Odyssey, VC340, CAT, 2600, TD-3, RD-8, RD-9, RD-6, Poly D sind nur einige Beispiele und sehr präsent in den Setups von Musikern.



Weitere Entwicklungen in Aussicht
Schließlich haben Uli Behringer und sein Team eine einfache, bedarfsgerechte und realistische Antwort auf die Budgets vieler Musiker gefunden. Die neuen Behringer-Produkte zu vernünftigen Preisen ermöglichen es jungen Musikern, an die legendären Sounds der Instrumente der 70er und 80er Jahre zu gelangen und Synthesizer, die praktisch vom Markt verschwunden sind, wieder zum Leben zu erwecken – auch im Vintage-Markt, wie etwa den Wasp oder den CAT. Eine weitere originelle Initiative ist, dass Behringer die meisten Keyboards der Band Tears for Fears erworben hat und diese außergewöhnlichen Keyboards (wie den legendären Yamaha DX1) nach einer umfassenden Wartung in neuer Form wiederbeleben will. Wir erwarten gespannt Ableger von Oberheim, Yamaha CS-80… Zum Beispiel wurde vor einigen Tagen bereits die Wiederauflage des Solina String-Ensemble angekündigt… Bei Behringer geht es schnell!

